| Der ostafrikanische Rhinosalamander
Der ostafrikanische Rhinosalamander (Salamandra Rhinus Kraszowiakii) ist ein kleiner
unscheinbarer Salamander, der vor allem in den Regionen um die großen Afrikanischen Seen vorkommt. Er gehört zur Gruppe der Schwanzlurche und ist mit den bei uns lebenden Feuersalamandern verwandt.
Erstmals wurde er vom polnischen Naturforscher Stanislaw Kraszowiak im Jahre 1898 beschrieben. Kraszowiak konnte jedoch kein Exemplar dieses äußerst seltenen Tieres nach Europa bringen, so dass seine Beschreibung unbeachtet in den Archiven verschwand. Erst 1911 konnte der Brite Henry York,
dem die Berichte Kraszowiaks bekannt waren, der staunenden europäischen Fachwelt ein lebendiges weibliches Tier präsentieren.
Der ostafrikanische Rhinosalamander hat seinen Namen von einem für diese Art sonst untypischen Hornansatz auf der Nase. Im Gegensatz zu anderen Arten besitzen auch die Weibchen ein Horn von zirka 4mm. Ansonsten ist der Rhinosalamander ein eher unscheinbares graubraunes Tier von etwa 11cm Länge.
Der Rhinosalamander ist ein Raubtier, sein Horn ist dabei ein
wichtiger Körperteil bei der Jagd. Es ragt aus dem Wasser und lockt Stechmücken an, die am Fuße des vermeintlichen Grashalms ihre Eier ablegen wollen. Die ca. 3cm lange und sehr flinke Zunge des Salamanders beendet die Jagd.
Obwohl die großen Seen im Osten Afrikas noch einen großen Bereich unberührter Natur darstellen, ist doch der ostafrikanische Rhinosalamander weiterhin sehr selten. Er ist im Anhang 1 der stark bedrohten Arten des Washingtoner Artenschutzabkommens gelistet.
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